Entscheidungsgrundlage für SIXT Mobility
Ausgangslage
Sixt Mobility Consulting betreut große, international aufgestellte Unternehmenskunden im Fuhrpark- und Mobilitätsumfeld. Ein Teil der eingesetzten Softwarelandschaft war historisch stark in-house gewachsen. Intern entstand die Frage, ob ein von einem Wettbewerber angebotenes Produktsystem die eigenen, langjährig gepflegten Lösungen ersetzen sollte – motiviert unter anderem durch den moderneren Eindruck der Alternativsoftware.
Aufgabenstellung
Gesucht war eine sachliche, belastbare Bewertung: Funktionsumfang, Qualität, Risiken und Wirtschaftlichkeit im Vergleich. Es ging nicht um Codezeilen, sondern um eine Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung. Also um die Frage: Ist die neue Lösung wirklich besser – oder sieht sie nur neuer aus?
Parallel zeigte sich im internationalen Rollout ein wiederkehrendes Muster: In Frankreich traten Nutzungs- und Akzeptanzprobleme auf, die in anderen Regionen nicht in gleicher Schärfe sichtbar wurden.
Unsere Arbeit
FluxNetz lieferte in diesem Auftrag keine produktive Softwareentwicklung, sondern technische Bewertung, Anforderungsanalyse und klare Einordnung. Manchmal ist der beste Beitrag nicht neuer Code, sondern die Entscheidung, welchen Code man besser nicht ersetzt.
Bewertung Eigene Software vs. Alternativprodukt
Wir stellten die eigene Software und die angebotene Fremdlösung systematisch gegenüber: funktional, qualitativ und hinsichtlich der operativen Integrationskosten.
Ergebnis: Die Fremdlösung wirkte moderner, erreichte aber den Funktions- und Qualitätsumfang der bestehenden Software nicht annähernd. Die klare Empfehlung war, bei der eigenen Software zu bleiben und sie gezielt weiterzuentwickeln – statt eine riskante Ablösung zugunsten eines scheinbar „frischeren“ Produkts anzustoßen.
Internationaler Rollout und Frankreich
Die Analyse der französischen Situation ergab einen pragmatischen Kern: Es fehlte weniger an Softwarefunktionalität als an französischsprachiger Begleitung der Anwender – etwa durch ein französisches Handbuch, gleichwertige Unterlagen und vor Ort durchgeführte Schulungen in französischer Sprache.
Die empfohlene Maßnahme war entsprechend fokussiert: Spezialist:innen für Schulungen und Begleitung in französischer Sprache einplanen – statt vorschnell technische Umbauten an der Software auszulösen. Nach dieser Ausrichtung stabilisierte sich die Akzeptanz bei den französischen Kunden spürbar.
Ergebnis und Wirkung
Sixt Mobility Consulting erhielt eine belastbare Entscheidungsbasis zur Beibehaltung und gezielten Weiterentwicklung der eigenen Software sowie eine konkrete, organisatorisch umsetzbare Empfehlung zur Verbesserung der internationalen Nutzbarkeit – mit hohem Praxisbezug und nachvollziehbarem Aufwand.
Das Projekt zeigt eine eher stille, aber wichtige FluxNetz-Stärke: technische Systeme nicht nur nach Oberfläche zu bewerten, sondern nach tatsächlichem Nutzen, Risiken und Betriebspraxis. Nicht alles, was neuer aussieht, ist automatisch besser. Leider. Wäre sonst ja zu einfach.