Juli 2025
Pflegeverwaltungsoftware mit nCara
FluxNetz unterstützt nCara als technischer Entwicklungspartner bei der Umsetzung komplexer Produktanforderungen und sorgt für Struktur und Verlässlichkeit in der Softwareentwicklung – auch unter anspruchsvollen fachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Ausgangslage
nCara betreibt für Ihre Kunden im Pflege- und Gesundheitswesen eine umfassende Verwaltungssoftware zur Organisation des gesamten Betriebsalltags. Mit ihrem breiten Featureumfang und starken Fokus auf den medizinischen Verwaltungsbereich muss die Produktentwicklung dieser Verwaltungssoftware sehr hohen fachlichen und organisatorischen Ansprüchen entsprechen.
Die Produkt- und Managementseite bringt klare Vorstellungen zur Weiterentwicklung mit, die jedoch nicht immer aus klassischer Softwareentwicklungsperspektive entstehen. Dadurch entsteht eine komplexe Konstellation zwischen Produktvision, fachlichen Anforderungen und technischer Umsetzung.
Im besonderen Fokus stand der Feature-Bereich “Dienstplan”, mit welchem Pflege-Touren und -Einsätze der Mitarbeitenden geplant und organisiert werden.
Aufgabenstellung
Wir von FluxNetz wurden beauftragt die bestehende Softwarebasis hinsichtlich Performance-Anforderungen tiefgehend zu analysieren und Optimierungspotential zu identifizieren und anschließend zu implementieren. Weitergehend sollten kritische Bugs behoben und dringend erwartete Feature-Teile entwickelt werden.
Unsere Zusammenarbeit
In Absprache mit dem technischen Entwicklungsleiter und im engen Austausch mit den verschiedenen Fachabteilungen haben wir die Ansprüche des Kunden umgesetzt.
1) Analyse auf Optimierungspotentiale
Im ersten Schritt haben wir die Code-Base gesichtet und in verschiedenen Test-Umgebungen evaluiert. Auf Basis der erfassten Analysen wurden Optimierungsmöglichkeiten ermittelt und hinsichtlich Verbesserungspotential sowie Implementierungsaufwand eingeschätzt. Die resultierenden Ergebnisse haben wir dem Kunden präsentiert und bei der Entscheidung zum weiteren Vorgehen beraten. Ganz besonders erfreulich waren ermittelte Einsparungsmöglichkeiten der Ladezeiten von 30 Sekunden auf nur wenige Sekunden beim Aufruf des Mitarbeiter-Dienstplans.
Für eine derart gewachsene Anwendung ist mit einer langen Einarbeitungszeit zu rechnen. Unser Team legte hier eine sehr intensive Vorarbeit: Bereits in den ersten Wochen war ein tragfähiges Bild der Architektur und der kritischen Stellen vorhanden – statt der üblichen Monate bis Jahre nur für „Orientierung“. Diese Grundlage war die Basis dafür, dass gezielt gemessen, reproduziert und verbessert werden konnte.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Performance-Messung und Auswertung: Profiler und Laufzeitmetriken so einzusetzen, dass statistisch belastbare Aussagen möglich sind – und gleichzeitig die selten vorkommenden, aber wirkungsvollen Fehlerzustände in komplexen Programmabläufen nicht übersehen werden. Ergänzend wurden auch robuste Korrekturen für rare Sonderfälle umgesetzt.
2) Implementierung der Optimierungspotentiale
In eigener Entwicklungsumgebung haben wir zuerst die gefundenen Optimierungsmöglichkeiten nach Vorgabe unseres Kunden implementiert und getestet. Insbesondere wegen bestehenden hohen Lieferdrucks und -erwartungen haben wir QuickWins und schnelle Maßnahmen vorgezogen und ausgeliefert. Die entwickelten Lösungen wurden nach eigenen Test in das Git-Repository als Pull-Request übergeben, wo diese dann im kundeneigenen Delivery-Prozess gesamtheitlich getestet und veröffentlicht werden konnten. Somit konnten viele drastische Verbesserungen umgesetzt und die Nutzer unseres Kundens zufrieden gestellt werden.
3) Weitere Feature-Entwicklung
Im weiteren Verlauf übernahmen wir die Entwicklung von dedizierten Features sowie kniffligen Bugs. Diese wurden in regelmäßigen Jour fixes besprochen und technisch erörtert. Nach Implementierung und Umsetzung haben wir diese als Pull-Request im kundeneigenen Git-Repository ausgeliefert.